Skurriles aus der Welt des Erik Satie

Eine Collage aus Musik, Lesung und Video/Licht Installation

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Peter Fricke

Rezitation: Peter Fricke
Video/Film-Installation: N.N.
Piano: Michael van Krücker

Als wohl einer der größten musikalischen Querdenker der Moderne, störte es Erik Satie (1866-1925) auch überhaupt nicht, dass er gemeinhin als schrullig galt und für verrückt gehalten wurde. Über sich selbst sagte Satie: “Jeder wird Ihnen sagen, ich sei kein Musiker. Das stimmt. Schon zu Beginn meiner Laufbahn habe ich mich zu den Phonometrographen gezählt. Es macht mir mehr Spaß, einen Ton zu messen, als ihn zu hören.”

Ebenso merkwürdig sind Saties Schriften – etwa die “Mémoires d’un amnésique”: “Memoiren eines Mannes, der sein Gedächtnis verloren hat”. Seine besonderen äußeren Merkmale waren, dass er sowohl eine schwarze Melone (alternativ auch eine weiße Kappe) als auch einen schwarzen Cordanzug trug und dazu bei jedem Wetter einen schwarz
en Regenschirm bei sich hatte. Seine Nickelbrille oder seinen Kneifer trug der 1.67 m große Musiker und passionierte Fußgänger jederzeit und war dazu nach nächtlichen alkoholischen Gelagen und aus Angst vor Überfällen mit einem Hammer bewaffnet. Gerade aber jene Außenseiterposition ermöglichte Satie immer wieder Grenzgänge des Denkens und ein grundsätzliches Befragen der Möglichkeiten von Musik, mit dem vermutlich kein anderer nennenswerter Komponist seiner Zeit konkurrieren konnte. Michael van Krücker

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Philip Glass “Tirol Concerto” Kammerensemble Konsonanz und Michael van Krücker, Piano

Philip Glass, geboren 1937 in Baltimore/Maryland, feiert 2017 seinen 80.Geburtstag und ist wohl jetzt schon zu Lebzeiten einer der bekanntesten Komponisten weltweit. Er gilt als einer der führenden und erfolgreichsten Vertreter der sogenannten Minimal Music, einer Musikrichtung, in der minimale Verwendung der Instrumente und Noten einer größtmöglichen Einfachheit der musikalischen Gestaltung dient.

Philip Glass weist ein großes und vielfältiges Werkverzeichnis auf:
Sinfonien, Opern, Kammermusik finden sich hier genauso wie Liederzyklen
und Solokompositionen für Klavier.

In 3 zeitliche Abschnitte lässt sich sein Oeuvre wohl unterteilen:
Zwischen 1965 und 1969 schrieb er für verschiedene Besetzungen, ab 1970 für sein eigenes Philip-Glass-Ensemble, und die Zeit nach 1975 stand und steht für Orchesterprojekte, Filmmusik und Theater.

Sein “Tirol Concerto”, komponiert im Jahre 2000 für die Besetzung Klavier und Streichorchester, besteht aus 3 abwechslungsreichen Konzertsätzen. Sein Opus “Company” (ca. 8 Minuten) komponierte er 1983 zunächst für
Streichorchester, und ein Jahr später arrangierte Philip Glass dieses Werk um als sein 2. Streichquartett.
Dieser Besetzung stehen 10 Sinfonien für Orchester gegenüber.
Sie haben eine Spieldauer von ca. 26 Minuten (3. Sinfonie) bis ca. 101 Minuten (5. Sinfonie).
Michael van Krücker

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Michael van Krücker, Piano

Nach zahlreichen internationalen Wettbewerbserfolgen und mit Unterstützung einflussreicher Stiftungen führte Michael van Krücker seine Konzerttätigkeit im Laufe der Jahre in viele Länder Europas, Asiens sowie nach Südamerika und in die Vereinigten Staaten.

Einladungen zu bedeutenden Festivals wie Schleswig-Holstein Musikfestival, Heidelberger Frühling, Festival de la Roque d’Anthéron (Frankreich), Pomeriggi Musicali (Italien), Julius Röntgen Festival Den Haag (Niederlande) u. a., sowie die Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern wie dem Gürzenich-Orchester/Kölner Philharmoniker, dem Kölner Rundfunkorchester und den Bamberger Symphonikern folgten. Ein wichtiger Part seiner künstlerischen Aktivitäten ist zudem das Musizieren auf historischen Tasteninstrumenten.

Er gastierte bei den Festlichen Tagen Alter Musik Knechtsteden, den Friedenauer Kammerkonzerten, den Kulturfesten im Land Brandenburg sowie mit dem Chorus Musicus Köln, der Rheinischen Kantorei, mit den Sängern Barbara Schlick, Christiane Oelze und Klaus Mertens. Darüber hinaus wirkt er häufig bei Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen mit und hat zahlreiche CDs für die Labels Sony/BMG, Koch Schwann, Berlin Classics, NCA und NM Classics eingespielt.

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Kammerensemble Konsonanz

– das sind Streichinstrumentalisten aus verschiedensten Kulturkreisen, die gemeinsam die Klangwelten aller Stilepochen bereisen. Ihren musikalischen Ausgangspunkt bilden dabei Werke der Romantik, von denen aus der Klangkörper ein reiches Repertoire durchwandert – von spritzigen Concerti grossi bis zu kerniger Folklore, von schwärmerischen Serenaden bis zu feurigen Tangos.

Immer wieder tritt einer der Musiker auch solistisch hervor und verleiht dem Gesamtklang neue, individuelle Akzente.

Größer und klangvoller als ein Streichquartett benötigt das Solistenensemble dennoch keinen Dirigenten: Die Musikerinnen und Musiker quasseln, flüstern, singen, wetteifern, schwelgen und scherzen in ihrer eigenen Tonsprache direkt miteinander. Und schenken dem Publikum mit ihrer Spielfreude einen aufregenden Musikgenuss.

 

Das Weltgericht – 16. November 2016 im Gewandhaus zu Leipzig

Das Weltgericht, Oratorium von Friedrich Schneider.

Foto-camerata-und-Chor-im-GS-II-1024x679(Uraufführung 6. März 1820 im Leipziger Gewandhaus)

Premiere am 16. November 2016 im Gewandhaus zu Leipzig,(CD- Mitschnitt)
GewandhausChor
Camerata Lipsiensis,
Solisten
Leitung: Gregor Meyer

danach als Gastspiel.

Das Weltgericht nach einem Text von August Apel, war eines der bedeutendsten Oratorien der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es hat entscheidend die Entwicklung dieses Genres beeinflusst. Die öffentliche Uraufführung fand am 6. März 1820 im Leipziger Gewandhaus statt.

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